Samstag, 18. Februar 2012
Tallahassee - Kilometerstand 1700
Am Dienstag trafen wir waehrend unserer Mittagspause die ersten, die auch auf dem Southern Tier unterwegs waren: Cissy und Rich. Ein Paar in unserem Alter, unterwegs mit einem Tandem. An diesem Abend uebernachteten wir in einer Lodge in Gainesville und am naechsten Morgen kamen die beiden aus der Tuer nebenan! Wir hatten ohne uns abzusprechen den gleichen Uebernachtungsplatz gewaehlt. Nun entschieden wir uns, zusammen zu fahren und verabredeten uns abends am gleichen Campground.





Dort konnten wir uns einen Platz teilen. Und feierten zusammen Valentinstag! Da wir uns sehr gut verstanden, nahmen wir ihren Vorschlag, uns zu Freunden mit zu nehmen gerne an. Ausserdem lernten wir "warm showers" kennen, eine Moeglichkeit, eine kostenlose Unterkunft bei netten Leuten anzufragen.
Heute sind wir in Tallahassee, der Hauptstadt von Florida angekommen.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Montag, 13. Februar 2012
Kaelteeinbruch!


Der kalte Gegenwind war der Vorgeschmack auf einen deutlichen Kaelteeinbruch. Zwar blieb die Sonne gewohnt stark und kraeftig, aber der Wind war so kalt, dass die Naechte sehr viel kaelter wurden und wir heute sogar Nachtfrost hatten.



Beim Fahren mussten wir die volle Wintermontur anlegen und uns nachts tief in die Schlafsacke einmummeln. Zum Glueck haben wir nach 4 Wochen endlich die passende Gaskartusche fuer unseren Kocher gefunden und konnten uns etwas warmes kochen auch ohne Feuerstelle. Morgens leckeres Porridge und abends ein Reisgericht.

Heute sind wir kurz vor Gainesville.
Der Tacho zeigt 1.300 Km, die wir seit Beginn unserer Reise zurueckgelegt haben.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Let's go West!
St. Augustine wird nun zum Anfangspunkt unserer Reise nach Westen!
Nachdem wir die ganze Zeit Nordostwind hatten, dreht sich nun puenktlich zum Reisebeginn der Wind und kommt von Westen uns entgegen. Zudem ist er am ersten Tag unserer Weiterreise ungewoehnlich kalt mit heftigen Boen. Wir haben ganz schoen zu kaempfen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Atlantic - Saint Augustine
Am Mittwoch, 8.2. erreichten wir den Atlantik. DieTagestour verlief fast ausschliesslich auf ruhigen Strassen, wir kamen gut voran. Dann, kurz vor dem Meer noch ein toller Boulevard, links und rechts Lagunen mit hohem Sumpfgras und Wasserwegen - wie im Film!



Dann noch eine letzte Anhoehe und wir sahen den Atlantik!!! Wow! Wir sind begeistert. Irrer Wind, hohe Wellen.



Ein erhabenes Gefuehl, gepraegt von der Naturgewalt die uns beim Anblick entgegenprallt. Am Beverly Beach finden wir einen Campingplatz direkt am Meer. Der Wind ist so heftig, dass wir unser Zelt staerker verspannen muessen. Ein traumhafter Vollmond geht ueber dem Meer auf waehrend wir eingemummelt in warme Sachen und Muetzen unser Abendbrot geniessen. Franzoesisches Baquette mit Schweizer Kaese.



Das Tosen des Meeres und das Brausen des Windes lassen uns auch in der Nacht die Urkraft der Elemente spueren.

Am naechsten Tag fahren wir immer am Atlantik entlang Richtung Norden und erreichen gegen Nachmittag St. Augustine - unseren oestlichsten Punkt der Reise. Es ist die aelteste Stadt der USA, gepraegt von spanischen Prachtbauten und einem ueber 450 Jahre altem Fort.



Den naechsten Tag geniessen wir am breiten, weissen, von Duenen gesaeumten Atlantikstrand.



Schier endlos in jede Richtung in die man schaut. Kaum Menschen!, viele Seevoegel.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 6. Februar 2012
Es geht weiter!
Nach dem tollen Nauturcampingplatz am Silver Lake sind wir weiter bis nach Astatola zu einem sehr lauten an der Strasse gelegenen Fishermans Cove Campingplatz gefahren. Von dort aus dann gleich am naechsten Tag weiter in ein sehr schoenes Staedtchen mit alten Gebaeuden Mount Dora, in dem wir dann haengen geblieben sind, weil dort gerade ein Artfestival statt fand. Da es schon frueh dunkel wurde mussten wir dann in ein Hotel, da weit und breit kein Campingpl. zu finden war. Dort waren die Preise wegen des Festivals extrem hoch. aber wir hatten dann keine Wahl und mussten in den sauren Apfel von 140 Dollar beissen.
Dann sind wir weiter zu dem Ort, an dem wir uns ja die Landkarten haben schicken lassen und haben dort einen riesigen Scout-Campingplatz gefunden an dem die Nacht dann nur 8 Dollar kostet. So gleicht sich das wieder aus!
Wir waren dort jetzt zwei Naechte und sind super untergebracht mit ueberdachter Schlafstelle, heissem Wasser, Kaffeemaschine, Feuerstelle viel Natur...



Dabei ist der Wald hier viel uriger als der Kulturwald, so wie wir ihn ueblicherweise kennen. Das Gelaende ist so gross, dass wir von den vermutlich deutlich ueber 100 Scouts kaum etwas bemerkt haben. Gestern nun am spaeten Vormittag sind alle abgereist und nun sind wir als Camper ganz allein. Dafuer sollen am Donnerstag mehr als 1000 Scouts hier anreisen. Da sind wir dann ueber alle Berge.
Sobald wir wieder Bilder hochladen koennen, gibt es die ersten Krokodilspuren zu sehen!
Heute morgen waren wir auf dem Postamt, wo wir bereits die bestellten Landkarten entgegen nehmen konnten. Direkt neben dem Postamt ist auch eine Library, in der wir ins Internet koennen.
Sonst besteht der Ort aus nicht vielmehr oeffentlichen Gebaeuden.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Mittwoch, 1. Februar 2012
Bordcomputer ausgefallen
Gestern morgen, als wir unser Tablett wegen der Tour "befragen" wollten, mussten wir feststellen, dass der Bildschirm schwarz blieb und auch keine Kontrollleuchte mehr aufleuchtete. Was tun? Denn all unser Kartenmaterial und GPS Routenpunkte sind dort gespeichert, neben einigem mehr an Informationen denen wir uns bedient haben. Bis hierher hatte es uns hervorragende Dienste geleistet. Der Computerfachmann, dem wir es gezeigt haben sagte nur: I think you have a dead Computer!
Nun wird einiges anders werden: die Kommunikation wird sich auf mail-Kontakte beschraenken, wenn es uns moeglich ist an einen Computer zu kommen, z.B. an einer oeffentlichen Bibliothek, so wie heute. Das heisst auch zunaechst kein skypen mehr moeglich! Vielleicht ist es auch ein Zeichen, sich nicht zu sehr auf die Technik zu verlassen.
Wir haben uns nun Karten vom ACA (AdventureCyclingAssociation) fuer das Weiterkommen bestellt, die werden wir in den naechsten Tagen bekommen und lassen sie uns postlagernd an einen Ort: Paisley schicken, der an unserer Route liegt. Es bleibt also weiterhin spannend.

Im Moment sind wir auf einem wunderschoenen Naturcampingplatz, auf dem wir ganz alleine mit einem super netten und total hilfsbereiten 70 jaehrigen Camphost sind. Er kocht uns jeden Morgen eine Kanne Kaffee und bringt sie uns vorbei, heute morgen beschenkte er uns ausserdem mit Bagels und Erdbeermarmelade. Dennis ist auch begeisterter Fahrradfahrer und hat uns erzaehlt, dass er so ein Zelt, wie wir es haben, selbst in den 50er Jahren hatte. Das verbindet! Hier sind Zelte sehr willkommen.

Sonst allerdings gestaltete sich das Zelten zwischendurch echt schwierig! Auf mehreren RV-Parks wurden wir abgewiesen: Tents are not allowed here, we are sorry! Auf diesen RV-Parks leben, oft fuer ein halbes Jahr die "snowbirds". Das sind meist wohlhabende Rentner, die die Winterzeit mit ihren riesigen mobile homes in Florida verbringen und keine Zelte und Waescheleinen sehen wollen!

Wir sind guter Dinge und werden morgen weiterreisen, grobe Richtung ist nun Nordost, St.Augustine.
Autor:C&M

... link (1 Kommentar)   ... comment


Mittwoch, 25. Januar 2012
Von Gürteltieren und Dali
Immer wieder begegnen uns Tiere, die wir noch nie gesehen haben. Bei unserem letzten Inselbesuch begegneten wir nach Delphinen am Strand zuerst einer großen Landschildkroete, die vor ihrer Höhle in der Sonne lag,



danach einem Futter suchenden Guerteltier



und einen Weisskopf Seeadler, der in seinem Nest sass und bruetete.



Am längsten konnten wir mehrere von den Guerteltieren beobachten, die völlig ungeniert ohne von uns Notiz zu nehmen, nach Nahrung suchten. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Hase und Igel mit einem Panzer und langem Schwanz. Mit ihrem Ruessel durchwuehlen Sie den Boden wie kleine Wildschweine und machen gelegentlich Männchen, um Ausschau zu halten.



Gestern machten wir von unserem Zeltplatz aus eine Tour ins 50 km entfernte St. Petersburg. Dort besuchten wir das einzigartige Dali Museum.



Neben der beeindruckenden Architektur konnten wir eine umfassende Werksammlung aus allen seiner Schaffensperioden sehen. Es ist die grösste Sammlung ausserhalb Spaniens. Wir waren total fasziniert mit welcher Perfektion dieses verrückte Genie seine Bilder gemalt hat.



Autor: M & C

... link (1 Kommentar)   ... comment


Sonntag, 22. Januar 2012
Honeymoon Island
Gestern hat uns das Radelfieber gepackt und wir schafften 110 km bis Clearwater am Golf von Mexico. Wir hatten wunderschöne Fahrradtrails , teils durch total beeindruckend schoene Naturparks. Ab und zu unterbrochen von breiten Landstraßen, die alle einen gut ausgebauten Seitenstreifen hatten. wir erreichten den angepeilten Campingplatz, von denen es nicht sehr viele gibt, erst nach Einbruch der Dunkelheit. Das Office war schon geschlossen und der Platz schien völlig mit riesigen Wohnmobilen besetzt zu sein. Unsere Hoffnung, hier als Zelter unter zu kommen wankte. Beim traditionellen Bingo spielen im Office Gebäude trafen wir zum Glück den Camphost, die uns ein abgelegenes Plätzchen unter schönen alten Bäumen zuwies.



Wir waren sehr dankbar! und beschlossen, fuer einige Tage hier zu bleiben.



Heute machten wir einen Ausflug zur nahen kleinen Insel: Honeymoon Island, wo wir nach einer Strandwanderung einen farbenpraechtigen Sonnenuntergang erleben konnten.



Autor: M & C

... link (1 Kommentar)   ... comment


Freitag, 20. Januar 2012
Sumpf und Sand
Nun sind wir schon 4 Tage unterwegs und haben schon viel erlebt und gesehen. Wir haben wunderbares Sommerwetter, 20 Grad und bischen mehr, meistens Sonne, oft bei einer leichten Brise. Das ist fuer unsere Winterhaut bischen viel und trotz Creme sind leichte Sonnenbraende zu verzeichnen. Wir muessen uns an die vollkommen anderen klimatischen Verhaeltnisse erst bischen gewoehnen. So fahren wir erst mal im Schongang durch die unterschiedlichsten Gegenden, von Stadt bis fast etwas Urwald, zwischen breiten Boulevards und Sandpisten neben Sumpfgebieten.



Genauso unterschiedlich waren bisher unsere Uebernachtungsplaetze: von Hotel ueber Campingplatz bis unter freiem Himmel.

An der Tagesordnung sind Ueberraschungen.



Auf dem Weg zu dem Fahrradtrail den wir erreichen wollten ( super ausgebaute alte Eisenbahnstrecke) wurde zunaechst mal die Strasse zur Sandpiste - noch gut befahrbar.



Dann gings durch einen Orangenhain mit wundervollen reifen Orangen und zum Glueck fanden wir im Gestruepp den Durchschlupf zum Trail. Kaum waren wir einige Kilometer gefahren, war vor uns der Weg versperrt durch riesige Baumaschinen. Grade war die Bruecke, ueber die wir gemusst haetten abgerissen! Der Weg war unpassierbar! Alles wieder zurueck? oder einen anderen Weg suchen! Jetzt half unser GPS auf dem Tablett. Das zeigte uns einen ca. 10 km langen Umweg durch den Wald. Der wurde genommen! Anfangs ging es ganz gut voran, dann wurde die Strasse zwar breiter, aber meistens so sandig, dass wir versanken und schieben mussten.



So dauerte der Umweg Stunden. Unser eigentlich angepeiltes Ziel rueckte in unerreichbare Weite, zudem es nachmittags kraeftig anfing zu regnen und wir grad rechtzeitig vorher an einem Unterstand beim Mittagessen waren. Nach dem Regen rasten wir 20 km auf dem Trail bis zu einer Schutzhuette mit Grill, Toilette, Wasser. Was wollten wir mehr? Da es schon wieder anfing zu regnen und bald dunkel wurde beschlossen wir dort zu bleiben und hatten eine prima Nacht.



Am naechsten Tag ging es bei schoenstem Sonnenschein weiter und nun sind wir in Zephyrhills.
Autor: Marita und Cornelius

... link (2 Kommentare)   ... comment


Montag, 16. Januar 2012
Abgehoben
Endlich haben wir es geschafft! Wir sitzen mit samt unseren Raedern im Flieger, nachdem wir von einem ueberwaeltigendem Abschiedskomitee am Flughafen begleitet und am Boarding verabschiedet wurden. Das war eine grosse Freude fuer uns!


(Hier sind noch nicht ale drauf)

Vielen Dank an alle, die da waren und an alle, die uns zum Abschied angerufen, Emails und SMSe geschickt haben oder in Gedanken uns begleiten.
Nach langem, aber ruhigem Flug sind wir zum Sonnenuntergang in Orlando gelandet und durften problemlos Einreisen. Die spannende Frage: Sind die Fahrraeder gut mitgekommen?
Sie sind!
Gleich an der Gepaeckausgabe hinter dem US-Immigration-Schalter standen die Raeder unversehrt bereit.
Dort haben wir erst einmal die Reifen wieder aufgepumpt, unsere Satteltaschen, die wir in Seesaecken verpackt hatten, an die Raeder gehaengt, und los gings.
Inzwischen war es draussen dunkel. Nun stand die Fahrt auf der 3 bis 4-spurigen Flughafenstrasse an.
Sicherheitswesten wurden angezogen und ab auf die Strasse. Da ich mir das vorher zuhause sehr genau auf Street-View angeschaut hatte, konnten wir alle Einfaedelspuren und Tuecken muehelos meistern. Auch durch das nicht so hohe Verkehrsaufkommen und die ruhige, gleichmaessige Verkehrsgeschwindigkeit der Autos kamen wir zuegig und heil in unserem Hotel an.



Die Fahrraeder durften wir mit aufs Zimmer nehmen.
Gut ausgeschlafen starten wir jetzt unsere Tour.
Autor: Cornelius (mit Assistenz von Marita)

... link (3 Kommentare)   ... comment